In Sprint zwei haben wir uns als Gruppe mit dem Thema „Liebesbriefe“ beschäftigt. Ich habe versucht, dieses Konzept umzusetzen. Dafür habe ich einen Code entwickelt, der mit der RITA-Bibliothek zufällige Nomen aus der wohl bekanntesten Liebesgeschichte, "Romeo und Julia", zieht. Der Code sucht dann das Nomen in einem zweiten Text und gibt schliesslich den Satz aus "Romeo und Julia", der das Nomen enthält, sowie den entsprechenden Satz aus dem zweiten Text aus. Der zweite Text enthält Nachrichten aus einem Telegramkanal, auf dem Neuigkeiten von Fußballultras aus der ganzen Welt gepostet werden. Diesen Text habe ich gewählt, weil ich darin eine andere Form der Liebe sehe, die mich fasziniert. Es geht mir um den Gegensatz zwischen der romantischen Liebe in "Romeo und Julia" und der Liebe, die stark von Männlichkeit, Illegalität und Gewalt geprägt ist. Heute denkt jeder beim Thema Text und Computer wahrscheinlich an künstliche Intelligenz wie ChatGPT. In meinem Projekt habe ich mich jedoch eher auf die programmierte Randomisierung konzentriert, wie es John Cage machte, und versucht, mit einfachen Mitteln zwei Datensätze zu verbinden. Das Konzept von computergenerierten Genrefilmen habe ich zwar nicht verfolgt, aber als Idee sehr spannend gefunden. Es hat mir verdeutlicht, dass es eigentlich simpel ist, dem Computer gewisse Bedingungen zu geben, sodass er daraus etwas Neues generiert, das dann ziemlich komplex erscheint. Leider konnte ich im Sprint 2 nicht wirklich viel mitnehmen. Ich hatte grosse Schwierigkeiten mit der RITA-Library. Ich habe nicht wirklich verstanden, wie sie funktioniert, und konnte sie daher auch nicht richtig anwenden. Deshalb war ich nach Sprint 2 etwas frustriert und habe die Lust verloren, weiterzumachen. Trotz meiner Schwierigkeiten habe ich einiges über das Programmieren und die Integration verschiedener Datensätze gelernt. Die Idee, romantische Liebe mit der oft rauen und gewalttätigen Welt der Fußballultras zu kontrastieren, bleibt für mich eine faszinierende konzeptionelle Idee.